Internationalität bei 5. Bezirksschau

St. Lorenzen erhält in der Rinderzucht Internationalität

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Nach zwei Jahren war es wieder soweit, in St.Lorenzen die traditionelle Jungzüchterschau mit Elite-Versteigerung am Vortag abzuhalten. Zum Anlass des 10jährigen Jubiläums beteiligten sich erstmals auch Südtirols Fleckviehzüchter, sowie Pinzgauer-, Holstein- und Fleckviehtiere aus den Nachbarländern Osttirol, Kärnten und Salzburg. Am Samstag wurden in der bis zum letzten Platz gefüllten Versteigerungshalle insgesamt 34 Lose zu ansehnlichen Preisen an den Mann gebracht. Vor Beginn der Versteigerung unterhielt eine Zaubererin das zahlreiche Publikum mit ihrem Charme und einigen Kunststücken. Für die 11 Holsteinrinder wurden durchschnittlich 2.726 €, für die 4 Fleckviehtiere 3.300 €, für die 5 Pinzgauer 2.838 € sowie für die 4 Grauviehtiere 3.465 € erzielt.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Jungzüchter, die ihre 84 Kalbinnen, unterteilt nach Rassen und Alter, der überaus kompetenten Preisrichterin Tamara Hess-Steinmann aus der Schweiz vorführten.

Preisrichterin Tamara Hess mit den Finalisten für den absoluten Vorführsieg

Julia Mikitsch aus Kärnten mit der Pinzgauer-Typsiegerin Ramira
Kurt Hofer mit der Grauvieh-Typsiegerin Franzi aus dem Ultental
Christoph Rainer, Hanzer, Innichen mit der Holstein-Typsiegerin Pam
Edina Scherzer aus Kärnten mit der Fleckvieh-Typsiegerin Amica

Ergebnisliste Jungzüchterschau

Dass Südtirols Rinderzucht lebt, bewiesen auch die vielen Zuschauer auf den Tribünen, die gespannt auf das Endresultat der Schau warteten. Die Qualität der ausgestellten Tiere war hervorragend. Neben der Prämierung der besten Typ-Tiere, stand auch das professionelle Vorführen der Tiere im Vordergrund, was ebenfalls bewertet wurde. Angesichts der großen Anzahl der Gruppen, war es nur möglich jeweils ein Tier mit seinem Vorführer ins Finale für den Typ-Sieg bzw. Vorführsieg zu entsenden. Das Reihen verlangte der Preisrichtern Konzentration über den ganzen Zeitraum ab, was diese in hervorragender Manier meisterte. Man muss neidlos anerkennen, dass die Jungzüchter aus den benachbarten Ländern sich und ihre Tiere bestens auf diese Schau vorbereitet haben. Somit war es nur logisch, dass der Großteil der Siege, sei es in der Vorführung wie beim Typ, an unsere Freunde aus Österreich ging. Die Veranstaltung kann als sehr gelungen betrachtet werden und hat in beeindruckender Manier aufgezeigt, dass eine Zusammenarbeit unter den Viehzuchtverbänden möglich ist.

Herbert Lang