Am Transfermarkt wenig Neues

Die August- Zuchtwertschätzung 2020 ist gelaufen und es gab insgesamt wenig Veränderung. Die Nummer 1 bei den nachkommengeprüften Bullen bleibt SISYPHUS. Der Symposium-Sohn aus einer Wille-Tochter steigt noch einmal 5 Punkte im Gesamtzuchtwert, +2 im Milchwert und + 3 in der Fitness. Er entwickelt sich immer mehr zum wahren Glücksfall für die Rasse: mit besten Doppelnutzungseigenschaften, enormen Milchinhaltsstoffen, Beta-Kasein A2A2 und herausragender Fitness kann er höchsten Ansprüchen gerecht werden. Auch im Exterieur lässt er keine Wünsche offen: mittelrahmig, gut bemuskelt und mit hervorragenden Eutern präsentieren sich seine Töchter.

Diese Zweitmelkkuh stamm vom aktuellen Spitzenstier Sisyphus ab.

Von Etoscha, seit August 2019 mit Nachkommen, konnten in Südtirol seither 2.100 Dosen verteilt werden. Er ist zwar im Zuchtwert immer angestiegen, nagt aber nach wie vor an der Melkbarkeit. Daher wird er aus dem Programm genommen. Ebenfalls aus dem Programm kommt Vlutlicht, der nie richtig Rückenwind bekommen hat und nur mäßige Verkaufszahlen aufzuweisen hat. Es kommen mit Der Beste (Linie Dax) und Orinoko (Linie Huascaran) zwei ebenbürtige Stiere neu ins Programm. Ebenfalls ins Programm kommt Magier aufgrund der auffallend guten Jungkühe in Südtirol.

Bekanntlich wird die Zuchtwertschätzung in den Merkmalen Exterieur und Fitness gemeinsam mit Deutschland und Österreich gemacht. Lediglich die Milchzuchtwerte werden umgerechnet, jedoch die Werte sind für die Züchter nicht immer nachvollziehbar. Besonders betroffen sind einige aktuellen Vererber, die entweder Rotglut, Impression, Symposium und Manigo als Vater im Pedigree aufscheinen haben. Und diese Linien wollen wir nicht verlieren. Daher werden bei vier Stiere, die mit Sternchen gekennzeichnet sind, die deutschen Milch- Zuchtwerte veröffentlicht.

Bei den „Genomischen“, die auf der Liste stehen, werden maximal 300 Dosen verteilt. Dies deshalb, da der Verband einen geregelten Durchlauf dieser Vererber anstrebt. Es sind immer wieder sehr Gefragte dabei mit enorm hohen Zuchtwerten, die in Südtirol deutlich mehr Absatz hätten. Aber die Devise lautet nach wie vor: die Züchter sollen nicht nur auf ihren Favoriten setzen, sondern aus dem vielfältigen Topf schöpfen. Auf längere Sicht gesehen ist der züchterische Erfolg größer.

Das aktuelle Besamungsprogramm (Herbst 2020) mit den neuen Stiern finden Sie hier.