Vollversammlung der Pinzgauer Jungzüchter

am 24. Januar 2014 in Pfalzen.
Über einen vollbesetzten Saal im Gasthof Edy in Pfalzen konnte sich der Obmann der Pinzgauer Jungzüchter, Matthias Ploner, kürzlich bei der 4. Vollversammlung des Vereins freuen. Im Jahr 2010 wurde der Verein gegründet und konnte bisher für seine knapp 90 Mitglieder stets ein interessantes und erfolgreiches Tätigkeitsprogramm abwickeln. Auch der neue Vorstand, welcher nun seit einem Jahr unter neuer Führung tätig ist, hat sich gut eingearbeitet und abgestimmt.
Zahlreiche Ehrengäste und Vertreter der Jungzüchtervereine wohnten der Versammlung bei und wurden von Obmann Ploner namentlich begrüßt.
Den Tätigkeitsbericht stellte Gerhard Unterhofer anhand einer Bilderschau vor. Die Teilnahme an zwei Schauen, sowie zwei Ausflüge mit Betriebsbesichtigungen standen im Jahr 2013 auf dem Programm.
Obmann Matthias Ploner hielt anschließend einen Vortrag „Neubeginn mit Tradition“ und erzählte darin, wie er sein Hobby zum Beruf gemacht hat, darin seine Lebensaufgabe sieht und wichtige Werte wie Kultur, Natur und Ernährung einbringen und leben kann. Für ihn war von Anfang an klar, dass sein Betrieb auf Qualität und Langlebigkeit ausgerichtet sein soll, keine kurzfristige Gewinnmaximierung. Gerade aus diesen Gründen entschied er sich auch für die Pinzgauer Rasse, welche bereits früher am Tantscherhof gezüchtet wurde. Mit dem Rückhalt der Familie wurde so am Tantscherhof ein neues Wirtschaftsgebäude errichtet, der Maschinen-Fuhrpark erneuert und eine Pinzgauer Zuchtherde aufgebaut. Seit gut zwei Jahren läuft die Milchproduktion und mittlerweile hat sich Matthias entschieden auf biologische Bewirtschaftung umzustellen. Der Milchhof Brimi in Brixen wird die Bio-Milch abnehmen. Das Fleisch wird über die Metzgerei Ploner, dem elterlichen Betrieb, vermarktet.
Siegfried Gatterer, der Vorsitzende der Pinzgauer Züchter Südtirols, wünschte den Jungzüchtern viel Glück und Durchhaltevermögen. Es sei für die Verantwortlichen sehr wertvoll zu wissen, dass die nachfolgende Generation hinter der Rasse stehe. Außerdem dankte er für die gute Zusammenarbeit und bot weiterhin seine Unterstützung an.
Herbert Lang, Geschäftsführer des Rinderzuchtverbandes, sieht die Jungzüchtervereine vor allem deshalb auch wichtig, da Gemeinschaft gepflegt und gefördert wird. Der Alltag des Bauern könne nicht nur aus 365 Tage Arbeit am Hof bestehen. Interessensaustausch und Geselligkeit, wie sie im Jungzüchterverein gelebt werden, bereichern den Alltag. Er wies auch auf die Jungzüchterschau vom 4. April hin und bat die Pinzgauer Jungzüchter dort aktiv mitzuwirken.
Mathias Kinberger überbrachte die Grüße der Österreichischen Pinzgauer Jungzüchter und dankte für die tolle Zusammenarbeit und Freundschaft, welche seit vielen Jahren gepflegt und geschätzt wird.
Für die Grauvieh-Jungzüchter war Obmann Reinhard Kaserer anwesend. Er unterstrich die Wichtigkeit der rassenübergreifenden Zusammenarbeit. Der Horizont sei stets zu erweitern und gegenseitige Wertschätzung sei in der heutigen Zeit vor Eigeninteressen zu stellen. Die Zeiten werden nicht einfacher und er schätze den Zusammenhalt der Jungzüchtervereine.
Auch Daniel Plankensteiner brachte in Vertretung der Holstein Jungzüchter ähnliche Worte vor. Die rassenübergreifende Zusammenarbeit der Jugend solle weiterhin ausgebaut werden.
Gerhard Früh, Obmann der Fleckvieh Jungzüchter, berichtete, dass sich auch seine Jungzüchter auf die gemeinsame Schau am 4. April freuen und gratulierte den Pinzgauer Jungzüchter zu ihrer Tätigkeit.
Abschließend hielt Martin Ebenkofler einen Ausblick auf das anstehende Jahr. Es sind wiederum zwei Schauen und zwei Ausflüge geplant. Eine Neuerung bei den Schauen wird die Herabsetzung des Vorführalters auf 30 Jahre sein. Damit passt man sich den Österreichern an und es soll keine Unklarheiten diesbezüglich mehr geben.
Mit Dankesworten schloss Matthias Ploner die Versammlung ab und lud zu einem Abendessen und gemütliches Beisammensein ein.

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Obmann Matthias Ploner freute sich über den vollbesetzten Saal