Südtirol im Mittelpunkt weltweiter Pinzgauerzucht

Es ist seit jeher Tradition, dass sich die Direktoren und Funktionäre regelmäßig in einem der 23 Mitgliedsländer treffen, um sich in der Pinzgauer Rinderzucht auszutauschen. Beim letzten Kongress, der im Jahr 2013 in Südafrika stattfand, wurde beschlossen dieses Event im Jahr 2015 in Italien bzw. Südtirol abzuhalten. Als Träger der Veranstaltung zeichnet die Pinzgauer International, kurz IPCBA, genannt. Mit der Organisation wurde der Südtiroler Rinderzuchtverband betraut. Die Teilnehmer kamen aus den verschiedensten Ländern wie Australien, Südafrika, USA, Kanada, Slowakei und Österreich angereist. Die Reise hat neben dem fachlichen Teil auch immer einen kulturellen Teil zum Inhalt. So besuchten die 70 Teilnehmer Rom, Venedig und Verona, wo ein Abend in der Arena mit der Oper AIDA eingeplant war. Der Großteil des Programms wurde aber in Südtirol abgewickelt. Neben der Direktorensitzung im Haus der Tierzucht standen auch Betriebsbesuche, Almbesuche, ein Nachmittag in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff und ein Galaabend im Felsenkeller der Laimburg auf dem Programm. Landesrat Arnold Schuler hatte als Hausherr die Möglichkeit, über die Landwirtschaft Südtirols zu berichten. Im Anschluss stellte der Direktor der Laimburg Michael Oberhuber die dort produzierten Weine in gekonnter Manier vor. Es ist Tatsache, dass die Pinzgauer Rinder ausschließlich in Europa gemolken werden. Auf der restlichen Welt hat sich die Rasse für die Fleischproduktion unter schwierigsten Bedingungen bestens bewährt. Die Vertreter der verschiedenen Länder stellten in Kurzberichten die Situation der Pinzgauerzucht in ihren Ländern dar.

Die Teilnehmer an der Direktorensitzung aus den verschiedensten Ländern mit dem Präsidenten der IPCBA Hans Scharfetter aus Österreich und den 2 Vizepräsidenten Tommie Van Zyl aus Südafrika und Jan Bazinga aus der Slowakei.

Besichtigt wurden die Zuchtbetriebe vom Rastbichlauern in Hl.Geist sowie vom Oberpichler in Ahornach. Auch die Pinzgauerherde vom Hirberbauern in Gsies, sowie jene des Tantscherbauern in Lajen wurden  besichtigt. Beim Ausflug auf die Seiseralm konnte auch die Herde vom Petlinbauern bewundert werden. Diesen Pinzgauer Züchtern gebühren Lob und der Dank des Verbandes für die herzliche Aufnahme und Bewirtung der doch großen Besucherdelegation. In zahlreichen Gesprächen mit den Teilnehmern konnten wir erfreut feststellen, dass die Besucher aus aller Herren Länder nicht nur von der Qualität unserer Pinzgauer angetan waren, sondern auch von unserer wunderbaren Heimat mit all ihrer Schönheit, dem Brauchtum, der traditionellen Musik und der hier lebenden Menschen.

Südtiroler Rinderzuchtverband – Herbert Lang (Geschäftsführer)

Südtirol präsentierte sich dank herrlicher Spätsommertage von seiner schönsten Seite und bescherte den Besuchern wunderbare Tage

Einen ausführlichen Bericht von Mathias Kinberger der 10-tägigen Reise und viele Bilder finden Sie hier!