PZ Jungzüchter Vollversammlung

Pinzgauer Jungzüchter Vollversammlung
am 20. Jänner 2012 im Gasthof Edy in Pfalzen

Über 70 Mitglieder zählt der erst vor 2 Jahren gegründete Pinzgauer Jungzüchterverein in Südtirol. Über diese stolze Zahl zeigte sich Obmann Martin Ebenkofler bei der Begrüßung zur Vollversammlung sehr erfreut, und dass großes Interesse herrscht, bewies auch der gut gefüllte Saal. Neben zahlreichen Mitgliedern waren auch der Geschäftsführer des Rinderzuchtverbandes und einige seiner Mitarbeiter, Vertreter des Pinzgauer Züchterausschusses und Kollegen des Holstein- und Grauvieh Jungzüchtervereins anwesend. Der Vorsitzende der Pinzgauer Züchter Südtirols Siegfried Gatterer, sowie die Jungzüchterkollegen aus Österreich stießen etwas verspätet zur Versammlung.


Peter Bodner berichtete anhand einer Bilderschau über die Tätigkeiten des vergangenen Jahres. Höhepunkte waren die Teilnahme am Jungkuhchampionat in Maishofen am 5. März und am Jungzüchterevent in Lienz am 29. Oktober. Beide Male konnten für die jeweils 5 Teilnehmer aus Südtirol große Erfolge eingeholt werden. Im Sommer wurde ein Bus zur Almwanderung der Pinzgauer Jungzüchtergemeinschaft auf die Hintererlschliefalm in Mühlbach/Oberpinzgau organisiert. Der Tiervorbereitungskurs im Oktober musste leider aufgrund mangelnder Teilnehmer abgesagt werden.
Im Anschluss dankte Martin Ebenkofler besonders dem Rinderzuchtverband mit GF Herbert Lang und Siegfried Gatterer, den Zuchtwarten und Mitarbeitern im Büro und seinem Ausschuss für die Unterstützung beim Organisieren der verschiedenen Veranstaltungen. Bei der ARGE Pinzgauer sei es vor allem Christina Sendlhofer die stets ein offenes Ohr auch für Südtirols Jungzüchter habe. Nicht zuletzt seien es jedoch die Mitglieder die den Verein funktionieren lassen.
Nach dem Vortrag des Kassaberichts durch Maria Aichner wurden die Ansprachen der Ehrengäste vorgezogen. Als Erster wurde Herbert Lang gebeten ein paar Worte an die Jungzüchter zu richten. Er unterstrich, dass die Pinzgauer Rasse ein besonderes Erbe sei, und die Jungzüchter einen besonderen Auftrag hätten. Auch teilt er mit, dass die Rasse nun national anerkannt ist. Er schätze bei den Jungzüchtervereinen besonders, dass sie eine neue, rassenübergreifende Philosophie mitbringen und leben. Wichtig seien auch die gesellschaftlichen Veranstaltungen, denn gerade bei jungen Leuten darf nicht nur die Arbeit im Vordergrund stehen. Abschließend rief er dazu auf, dass die Jungzüchterschau am 24. März in Bozen, an welcher sich die „westlichen“ Jungzüchter beteiligen, vom gesamten Verein unterstützt werde.
Nun ergriff Jakob Unterhofer, als Stellvertreter von Siegfried Gatterer das Wort. Er erinnerte daran, dass die Situation der Pinzgauer Rasse in den 60er Jahren ein harter Kampf ums Bestehen war. Dank einiger hartnäckiger, überzeugter Züchter konnte die Rasse gehalten werden. Wurde man früher belächelt, so wird man heute beneidet. Umso wichtiger sei es, dass im Sinne der Rasse weiterhin gemeinsam an einem Strang gezogen werde.
Hannes Hopfgartner, Obmann der Holstein Jungzüchter, nutzte die Gelegenheit um Martin Ebenkofler für seinen Einsatz um Südtirols Jungzüchter, welche er auch in Österreich immer bestens vertritt, zu danken. Er unterstrich die Besonderheit der drei Rassen im Rinderzuchtverband, womit es auch den Jungzüchtervereinen ermöglicht wird gemeinsam Veranstaltungen zu organisieren.
Der Obmann der Grauvieh Jungzüchter Andreas Tauferer gratulierte zur Tätigkeit und zur großen Mitgliederzahl. Er bewundere die gute Zusammenarbeit mit der Pinzgauer Jungzüchtergemeinschaft in Österreich, was von sehr viel Weitblick zeuge. Abschließend lud auch er zur Schau im März ein und freue sich auf eine gute Zusammenarbeit.
Nächster Punkt war die Vorschau auf das angebrochene Tätigkeitsjahr durch Matthias Ploner. Die bereits mehrmals genannt Jungzüchterschau am 24. März in Bozen stehe als Erstes an. Am 15. April ist ein Jungzüchtertag mit Betriebsbesichtigungen in Gsies geplant. Auch die Almwanderung der Jungzüchtergemeinschaft im Frühsommer soll wieder besucht werden. Im Herbst steht dann die 4. Bezirksschau in St Lorenzen an, bei welcher wieder Pinzgauer gemeinsam mit Holstein und Grauvieh auftreten.
Inzwischen waren auch die Kollegen aus Österreich eingetroffen. Hannes Hofer und Mathias Kinberger berichteten anhand ein PowerPoint Präsentation über die rege Tätigkeit der Jungzüchtergemeinschaft in Österreich. Sie freuen sich ganz besonders, dass sie seit zwei Jahren in Südtirol einen Partnerverein haben und bedankten sich für die gute Zusammenarbeit. Auch ihr Verein habe für das Jahr 2012 bereits Einiges geplant, wobei in besonderer Weise das 10jährige Bestehen gefeiert werde. Als Höhepunkt ist im November eine Schau geplant, bei welcher man sich über Südtiroler Beteiligung sehr freuen würde.
Martin Ebenkofler dankte Hannes und Mathias für ihren Vortrag und unterstrich dass er die Zusammenarbeit mit Österreich sehr schätze. Aber auch mit Südtirols Jungzüchtervereinen funktioniere die Zusammenarbeit sehr gut und mit Unterstützung des Rinderzuchtverbandes und des Züchterausschusses werde man versuchen auch im Jahr 2012 gut weiterzuarbeiten.

Bei einem gemeinsamen Essen und bester Unterhaltung fand die Versammlung einen gemütlichen Abschluss.