Holstein Jungzüchter wählen neuen Ausschuss

Rinderzucht  l(i)eben

Mit neuer Führung und neuem Schwung starten die Südtiroler Holstein Jungzüchter ins Jahr 2016

Am 12. März 2016 hielt der Jungzüchterverein der Holsteinrasse Südtirol seine 7.  Vollversammlung im Haus der Tierzucht in Bozen, ab. Alle Mitglieder und Vertreter der anderen Jungzüchtervereine waren eingeladen einen Rückblick über das vergangene Jahr zu halten. Auch der Geschäftsführer des Südtiroler Rinderzuchtverbandes, Herbert Lang, und der Obmann der Holsteinrasse Südtirol, Walter Reiterer, konnten unter den Ehrengästen begrüßt werden.

Unter den Tagesordnungspunkt „Kurzbericht über die Tätigkeit des Vereinsjahres 2015“ wurde bildlich Rückschau gehalten. Dass das Jahr 2015 ein recht bunt gewürfeltes Jahr mit vielen Höhenpunkten war, unterstrich der breitgefächerte Tätigkeitsbericht von Anfang an. Mit der Vollversammlung am 06.03.2015 wurde noch im selben Monat  ein 1-tägiger Ausflug mit Betriebsbesichtigungen in Tirol („Weberhof“-Mils, „Sprenger Holsteins“- Fügen) und dem Besuch des „Pinzgauer Jungkuhchampionat“ (Maishofen) unternommen. Einer der Höhepunkte war zweifelsfrei die Teilnahme am „Jungzüchter Grand Prix“ in St. Donat in Kärnten am 21. November, wo die Holsteinjungzüchter den Gesamtsieg im Vorführwettbewerb für sich entschieden und die Qualität der Südtiroler Holsteinzucht unterstrichen. Mit der Lehrfahrt nach Venezien am 05.-06.Dezember wurde das ereignisreiche Jungzüchterjahr krönend abgerundet: bei der Besichtigung der Besamungsstation INTERMIZOO konnten aktuelle Stiere des Holstein Besamungsprogrammes 2016 bestaunt werden und beim anschließenden Besuch in den Betrieben (Az.Agr. Boldin und Az.Agr. Nadin&Cobalchini) wurde die Zuchtphilosphie von INTERMIZOO widergespiegelt.

Nach der Statutenänderung durch die Vollversammlung, die Anzahl der Ausschussmitglieder auf acht zu reduzieren, konnten die Neuwahlen des Vereins abgewickelt werden. Herbert Lang übernahm den Vorsitz und einstimmig wählte die Vollversammlung den neuen Ausschuss:  Magdalena Haller  aus Ridnaun, Martin Hochrainer aus Freienfeld, Daniel Plankensteiner aus Gais/Uttenheim, Felix Oberhollenzer aus Pfalzen, Nadia Kritzinger aus Völs a.S., Michael Ebnicher aus Sarntal, Hannes  Obkircher aus Aldein und Tanja Eschgfäller aus Hafling. „Viel Erfolg im Meistern neuer Herausforderungen, Spaß und Interesse an der Viehzucht und Landwirtschaft, sowie Einsatzbereitschaft für das Vereinsleben“ wünschte Herbert Lang dem neuen Ausschuss und hofft auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Rinderzuchtverband. Anschließend wurden die scheidenden Ausschussmitglieder und zugleich Gründungsmitglieder  für ihre wertvolle Tätigkeit von 2009-2016 geehrt: Peter Stecher aus Prad, Martin Telser aus Laas, Valentin Pircher aus Mölten. Auch Zeno Frei, bisheriger Obmann des Vereines, stellte sich nicht mehr der Wahl und wurde gebührend für seine Einsatzbereitschaft verabschiedet.

Vier Ausschussmitglieder, welche seit der Gründung des Vereins mitarbeiteten, wurden für ihre Tätigkeit geehrt: Martin Eberhöfer, Peter Stecher, Zeno Frei und Valentin Pircher.

Im Erfahrungsbericht von Weissteiner David „Die überbetriebliche Zusammenarbeit von Weissteiner und Aichnerhof“ konnte vielleicht ein interessantes Zukunftsmodell für Südtirols Junglandwirte vorgestellt werden. Im März 2014 wurde der Grundstein des Zusammenschlusses beider  Betriebe in Tulfes/Pfitsch  zu einer neuen organisatorischen Einheit unter gemeinschaftlicher Führung  gelegt und mit zunehmender Begeisterung  und Eigeninitiative an dieser neuen Form der Zusammenarbeit  gebastelt. Durch die überbetriebliche Zusammenarbeit erreichten die Betriebsleiter Weissteiner David und Marghinter Werner wirtschaftliche und soziale Verbesserungen. Durch das “Zusammenspannen”  konnten auch Produktionskosten und Zeit gespart werden. Das Ziel war und ist es weiterhin, die Arbeit des Einzelnen zu reduzieren und das Einkommen zu verbessern. Weissteiner David betonte zum Schluss, seine Entscheidung zu keinem Zeitpunkt bereut zu haben. Jedoch ist eine Betriebsgemeinschaft nur umsetzbar, wenn alle Beteiligten- von den beiden Betriebsleitern bis hin zu deren Familien, hinter dem Projekt stehen und Toleranz, Respekt und Diplomatie genügend gegeben sind.

2015 war für den Holstein Jungzüchterverein ein Jahr  des „Brücken bauen(s)“ und so konnten viele grenzüberschreitende Kontakte, Neuheiten und Ereignisse gesammelt werden. Der Tätigkeitsbericht und die abschließende Bilderschau über das Jahr 2015 festigten diese Aussage und ließen auch keinen Zweifel mehr daran, dass auch der neu gewählte Ausschuss mit den gleichen Ansporn am Jungzüchterverein motiviert weiterbastelt.

In der ersten Sitzung des neuen Vorstandes wurden schließlich die Positionen  festgelegt. Tanja Eschgfäller übernimmt die Geschicke  und die Aufgaben als Obfrau,  ihr zur Seite steht Hannes Obkircher als Vizeobmann.  Den Posten des Kassiers tritt Martin Hochrainer an und Nadia Kritzinger wird fortan  die Belange der Schriftführerin übernehmen. Für das Jahr 2016 werden neue  Herausforderungen und Projekte angepeilt- aber auch alt-bewährtes unterstützt und stets mit neuschöpfender Motivation zu einem einmaligen Ereignis hingeführt. Es gilt weiterhin „Brücken zu bauen“ und bestehende zu nutzen und daraus  –neu- zu schöpfen.  Und damit lässt sich leicht die Verbindung zum neuem Leitziel 2016 setzen:  Die „Rinderzucht  l(i)eben“!

Bild: Der neue Vorstand des Holstein Jungzüchter – vorne Nadia Kritzinger und Tanja Eschgfäller, hinten Hannes Obkircher, Daniel Plankensteiner, Martin Hochrainer und Michael Ebnicher (im Bild fehlen Magdalena Haller und Felix Oberhollenzer)