Gut besuchte Jahreshauptversammlung in Terlan

Am 22. März hielt der Südtiroler Rinderztuchtverband seine ordentliche Vollversammlung ab.

Neben zahlreichen Ehrengästen konnte Obmann Heinrich Ennemoser auch Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder begrüßen. Obmann Ennemoser wies in seinen Ausführungen auf ein gutes Viehwirtschaftsjahr zurück, in dem der Export von 334 Grauviehtieren in die Schweiz eine zentrale Rolle spielte. Auch die vielen Ausstellungen, vor allem die gemeinsame Abendschau der Grauvieh-, Holstein- und Pinzgauer Jungzüchter im Frühjahr in Bozen, zählten zu den Höhepunkten des Jahres 2012. Auch die Fusion der verschiedenen Viehzuchtverbände war Thema seiner Ausführungen, wobei er bemerkte, dass an den 12 Teilversammlungen, an denen immerhin ca. 600 Mitglieder präsent waren, kein Interesse zu verspüren war. Dass trotz rückläufiger Landesförderungen eine positive Bilanz präsentiert werden konnte, ist auf den sparsamen Umgang mit den finanziellen Ressourcen zurückzuführen, sowie auf das gute Wirtschaftsjahr in Bezug auf die Viehvermarktung. Geschäftsführer Lang hielt einen Rückblick auf die Verbandtätigkeiten des Geschäftsjahres 2012. Dabei lobte er den Einsatz der Mitarbeiter, indem er eine Tabelle präsentierte, die die Entwicklung der letzten 30 Jahre darstellte. Im Jahr 1982 wurden alle Arbeiten von 13 hauptberuflichen Mitarbeitern getätigt. Im Jahr 2012 waren 12 Vollzeit- und 2 Teilzeitmitarbeiter beschäftigt.

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Die im Südtiroler Rinderzuchtverband betreuten Rassen hatten durchwegs Bestandeszuwächse zu verzeichnen. Die Durchschnittsleistungen der Kontrollkühe waren teils rückläufig.

Holstein: 11.044 Kontrollkühe: 8.559 kg Milch bei 3,93% Fett und 3,28% Eiweiß

Grauvieh: 7.965 Kontrollkühe: 5.140 kg Milch bei 3,74% Fett und 3,37% Eiweiß

Pinzgauer: 1.125 Kontrollkühe: 6.316 kg Milch bei 3,92% Fett und 3,37% Eiweiß

Im Herbst letzten Jahres war Geschäftsführer Lang auf Projektreise in Peru. Dort ist man an einer Einfuhr von Grauvieh sehr interessiert, da sich diese Rasse für die Bewirtschaftung der dortigen Berggebiete bestens eignen würde. Derzeit bestehen noch veterinärpolizeiliche Hürden, die eine Einfuhr verhindern.

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Ein großes Problem stelle die immer noch nicht vollzogene Anerkennung des Herdebuches für die Pinzgauer Rasse dar. Landeshauptmann Durnwalder ging in seinen Grußworten ebenfalls auf diese Thematik ein und versprach, sich als Landesrat für Landwirtschaft für die Belange der Pinzgauerzüchter in Südtirol einzusetzen.

Am Ende der Vollversammlung erhielten noch einige Züchter Ehrungen für Erfolge in der Grauvieh-,Holstein- und Pinzgauerzucht.

Für Exzellentkühe: Josef Furtschegger, Anderter, Toblach; Enrico Nagler, Runchhof, Abtei; Anton Hofer, Jogglander, Moos in P.; Alois Reiterer, Pag, Vöran; Elisabeth Unterholzner, Wittmair, Tisens; Johann Pircher, Krebis, Schenna;

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v.l. Obmann Heinrich Ennemoser, Johann Pircher, Anton Hofer, Elisabeth Unterholzner und Alois Reiterer.

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v.r. Der Vorsitzende der Pinzgauer Züchter Siegfried Gatterer, Paul Stolzlechner

Für hohe Lebensleistungen: Werner Gogl, Pflasterer, Sterzing; Josef Steiner, Wassermann, Mühlwald; Andreas Stafler, Nagele, Freienfeld; Georg Stofner, Obergugg, Reinswald; Walter Hofer, Tramutz, St. Leonhard in P.; Robert Pfeifer, Bauer i.W., Deutschnofen; Anton Gögele, Mur, St. Leonhard in P.; Peter Köhl, Fäckl, Deutschnofen; Norbert Schöpf, Unterbrunn, Pawigl;

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Für positive Vererber (Stiere im Wiedereinsatz): Alois F., Schwob, Mölten; Reinhard Tschager, Hilber, Petersberg; Paul Pixner, Hinterbrugger, St. Martin in P.; Robert Pfeifer, Bauer i.W., Deutschnofen; Augustin Steinkasserer, Pichler, Rasen-Antholz; Andreas Steger, Moaregger, St. Johann i.A.; Friedrich J. Hofer, Rastbichl, St. Johann i.A.;

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Hier finden Sie den Jahresbericht 2012 zum downloaden! Tätigkeitsbericht 2012

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Zum Abschluss wurde die Gelegenheit genutzt um dem langjährigen GF des Kovieh, Ferdinand Strauß, für die gute Zusammenarbeit zu danken. Er ist mit Ende 2012 in den Ruhestand getreten.