Ein gutes Vermarktungsjahr 2012

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Schaltet man morgens das Radio ein, ertönen schon Krisenmeldungen. Meldungen über stagnierende Wirtschaft mit wenigen Aussichten auf Wachstum wirken sich negativ auf die Moral der Bürger aus. In Bezug auf die Vermarktung von Zuchtrindern können wir aber positiv berichten. Obwohl einige Schwierigkeiten zu bewältigen waren, ist der Verkauf von Zuchtrindern über die Versteigerungen und ab Hof für den Export hervorragend gelaufen. Für die Versteigerungen wurden 2.439 Tiere der Rassen Grauvieh, Holstein und Pinzgauer gemeldet. Von den aufgetriebenen 2.163 Tieren wurden nicht weniger als 2.077 verkauft, was 96% entspricht. Den größten Preiszuwachs konnte die Grauviehrasse verzeichnen, wo die Kühe bzw. trächtigen Kalbinnen um ca. 10% mehr kosteten als im Jahr 2011, wo auch bereits ein Plus zum Jahr 2010 verzeichnete. Hier hat sich vor allem der Verkauf von trächtigen Kalbinnen in die Schweiz positiv auf die Preisbildung ausgewirkt. Mittlerweilen kann man behaupten, dass sich das Grauvieh aus Südtirol in der Schweiz durch die Auftritte bei der OLMA und die Teilnahme an der Europaschau, für die Melkbetriebe aber vor allem für die Mutterkuhhaltung einen guten Namen gemacht hat. Im Jahr 2012 wurden nicht weniger als 334 Tiere in die Schweiz exportiert, was einem Geschäftsvolumen von mehr als 550.000,00 € entspricht.
Auch im Holsteinbereich kann man erfreut feststellen, dass zunehmend Züchter und Händler aus den Nachbarprovinzen als Käufer auftreten. Gute Qualität der Tiere in Abstammung und Körperform, sowie die gute Tiergesundheit geben wohl den Ausschlag dafür.
Es bestünde auch eine gute Nachfrage nach tauglichen Rindern der Pinzgauer Rasse. Um einen entsprechenden Markt aufbauen zu können, bedürfe es jedoch eines regelmäßigeren Angebots an Rindern. Die 3,5 Millionen € aus dem Zuchtviehverkauf bedeuten ein gutes Zusatzeinkommen zur Milchproduktion für die Mitglieder des Südtiroler Rinderzuchtverbandes. Um auch weiterhin, diese für die gesamte Züchterschaft wichtige Dienstleistung aufrecht zu erhalten, bedarf es des vollen Einsatzes von seiten der Mitarbeiter des Rinderzuchtverbandes.

Durchschnittspreise 2012