6. Bezirksschau in St. Lorenzen

Nach zwei ereignisreichen, spannenden, emotionsreichen Tagen im Zeichen der Rinderzucht ist die 6. Bezirksschau in St. Lorenzen Geschichte. Veranstalter und Aussteller können zufrieden auf die Eliteversteigerung und Jungzüchterschau zurückblicken!

Bericht

Dass die Rinderzucht in Südtirol auf großes Interesse stößt, hat die Veranstaltung vom 12. und 13. November in beeindruckender Manier bewiesen. In der festlich aufgemachten Versteigerungshalle, die bis zum letzten Platz gefüllt war, wechselten 21 Tiere der Rassen Holstein, Grauvieh und Pinzgauer, sowie 6 Embryonenpakete zu ansehnlichen Preisen den Besitzer. Die Verkaufstiere waren einer strengen Vorselektion unterzogen, was dann selbstverständlich auf beste Qualität schließen ließ.
Angeboten wurden Jungrinder, trächtige Kalbinnen bis hin zu laktierenden Jungkühen. Starauktionator Alfred Possegger aus Kärnten hatte leichtes Spiel, die Tiere an den Mann zu bringen. Die Durchschnittspreise bei der Holsteinrasse lagen bei 2.888,00 €, bei der Grauviehrasse bei 3.044,00 € und Pinzgauer kosteten im Durchschnitt 2.567,00 €. Den Top-Preis mit 4.400,00 € erzielte eine trächtige Kalbin der Grauviehrasse. Das wuchtige, mit besten Abstammungsdaten versehene Tier wechselte zu einem Betreib nach Deutschnofen.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Jungzüchter, wobei sich an diesem Tag auch die Fleckvieh-Jungzüchter dazugesellten. Wie üblich werden an dieser Schau nur Jungtiere ausgestellt und auch die Züchterkollegen aus Salzburg, Kärnten und Osttirol zur Teilnahme eingeladen. 29 Pinzgauer-, 24 Fleckvieh-, 17 Holstein- und 16 Grauviehtiere wurden in kleinen Gruppen alternierend vorgeführt. Mit dem Preisrichten war Frau Andrea Uhrig aus Sulzberg bei Frankfurt betraut worden, die ihre Aufgabe souverän löste. Neben dem besten Typ-Tier wurde auch jener Vorführer prämiert, der mit seinem Tier das eingespielteste Team bildete. Die Preisrichterin legte dabei größten Wert darauf, dass der Vorführer ihren Anweisungen Folge leistete und dass sich das Tier problemlos vom Vorführer beherrschen ließ. Die Siegertiere jeder Gruppe nahmen am Typ-Finale teil. Es war für jeden Züchter ein Leckerbissen, die jeweiligen Gruppensieger eines Rassenblocks vereint im Ring zu sehen, wie Mensch und Tier sich um den Sieg bemühten. Auch im Finale um den Tagessieg des Vorführens gaben die Jungzüchter ihr Bestes. Preisrichtern Andrea Uhrig, welche sich im Rahmen dieser Aufgabe nun auch bestens in die Grauvieh- und Pinzgauerrasse eingelernt hat, hatte zum Abschluss nur lobende Worte für die teilnehmenden Jungzüchter übrig. Bemerkenswert war auch, dass bis zur Proklamation des letzten Siegers, die Ränge der Versteigerungshalle bis auf den letzten Platz gefüllt blieben.
Die Jungzüchter des Pustertales haben in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Rinderzuchtverband wieder aufs Neue ein Zeichen gesetzt, dass die Milchviehzucht auch weiterhin eine große Anzahl an Jungbauern begeistern kann und weiterhin auch der Garant ist, ein Einkommen für ihre Familien zu erwirtschaften.
Herbert Lang

Bilder Eliteversteigerung

Bilder Schau

Ergebnisliste Schau

Spannung beim Gesamtfinale der besten Vorführer!