3. Kalbinnenschau der Grauviehjungzüchter von Passeier

Großes Züchterfest mit 70 Grauviehkalbinnen in St. Martin in Passeier

Die Jungzüchter von Passeier luden am Samstag, 16. April auf den Festplatz nach St. Martin in Passeier zur 3. Kalbinnenschau. Bei strahlend schönem Frühlingswetter standen 70 Grauviehkalbinnen mit ihren Jungzüchtern im Mittelpunkt des Geschehens. Begeisterung und Freude bei den Jungzüchtern, hohe Zuchtqualität und eine unüberschaubare Zuschauermenge aus nah und fern sorgten für ein unvergessliches Züchterfest.

Preisrichter Peter Salzgeber gratuliert Ramona Pixner (links) und Gotthard Gufler zu den Tagessiegerinnen.

BILDER

Jungzüchterobmann Ulrich Gögele und sein Organisationsteam planten seit vielen Monaten nach bestem Gewissen und mit viel Arbeitseinsatz die Schau. Nach den Jahren 2002 und 2006 war dies bereits die 3. Kalbinnenschau der Passeirer Grauvieh-Jungzüchter. Neu war, dass diesmal ausschließlich Jungzüchter vorführten. Es heißt so schön, „Begeisterung fällt dorthin, wo Menschen sich Ziele setzen“, und diese Ziele sind in den Jungzüchtern festgeschrieben, wovon sich jeder überzeugen konnte, der bei dieser Schau dabei war. Gemeinsam die Nachzucht zu präsentieren soll Freude und Ansporn geben, die Rasse, die Zuchtarbeit und nicht zuletzt die Bewirtschaftung der Bergbauernhöfe zu erhalten.

Für die ehrenvolle, wenn auch nicht leichte, Aufgabe die Tiere zu richten, konnte Ulrich Gögele den passionierten Grauviehzüchter und Experten Peter Salzgeber aus Pany in der Schweiz begrüßen. In der ersten Runde wählte er von den 8 Kategorien jeweils die zwei Besten aus, welche sich dann im K.O.-System den Titel der Tagessieger ausmachten. Salzgeber lobte die Qualität der Tiere und betonte immer wieder er entscheide, indem er sich stets sein Idealbild vor Augen hält. Die graue Kuh solle nicht zu groß sein, sie solle ein starkes, einwandfreies Fundament haben, denn sie ist in den Bergen zu Hause, ideal für die Bewirtschaftung der Bergbauernhöfe und Almen. Dafür werde sie von ihren Züchtern geschätzt. Doppelnutzungstyp und Adel dürfen natürlich auch nicht fehlen. Bei so schönen Tieren Fehler zu suchen, sei nicht einfach. Doch das perfekte Tier werde es hoffentlich nie geben, so Salzgeber. Eine besondere Aufgabe hatte auch das Publikum. Sie sollten die Kalbin mit dem schönsten, ausdruckvollsten Kopf wählen. Dieser Titel ging ganz eindeutig an die Stador-Tochter Kranze aus dem Stall des Pixner Josef, Hienderer in Vernuer/Riffian.

Für eine besondere Einlage sorgte der „Schellnerclub Flumserberg“ aus der Schweiz. Sie waren extra angereist und läuteten mit ihren Schellen das große Finale ein.
Vier Spitzenkalbinnen standen sich im Finale gegenüber: Dalbas-Tochter Laube von Georg Kneissl, Oberwies, Nordog-Tochter Dolla von Fabian Ploner, Dinar-Tochter Lustige aus dem Betrieb des Heinrich Ennemoser, Goster, vorgeführt von Gotthard Gufler und Dobbner-Tochter Mitze von Ramona Pixner, Hinterbrugger. Preisrichter Salzgeber kommentierte nochmals die vier Kalbinnen und nannte dann zuerst als Viertgereihte die Nordog Tochter Dolla und als Drittgereihte die Dalbas-Tochter Laube. Gespannt erwartete das Publikum anschließend die Bekanntgabe der Gesamtsiegerin. Die Wahl fiel auf die Dobbner-Tochter Mitze. Die sehr ausgeglichene und korrekte Kalbin war in ihrer Tagesverfassung nicht zu schlagen und sorgte damit für große Freude bei der Familie Pixner vom Hinterbruggerhof in St. Martin in Passeier. Gotthard Gufler gratulierte er zum Reservesieg mit der Kalbin Lustige aus dem Zuchtbetrieb der Familie Ennemoser, Goster in Pill.
REIHUNGSERGEBNISSE

Ein großes Kompliment gebührt den Passeirer Jungzüchtern für ihre hervorragend präsentierten Tiere und die perfekt organisierte Schau. Es ist eine große Freude, dass die Jugend so passioniert und überzeugt die Viehwirtschaft mitträgt und mit solchen Veranstaltungen Höhepunkte im Zuchtgeschehen schafft. Zuchtrinderschauen vermitteln auch, dass die Tiere nicht nur Mittel zum Zweck sind, sondern dass eine enge Beziehung von Vieh und Mensch das Bergbauernleben prägt und bereichert.
Martina Thaler

FOLGENDE TREFFER DER LOTTERIE SIND NOCH ABZUHOLEN: 1804 – 4073 – 4006 – 0972 – 0919 – 0318 – 3734 – 0356 – 1089 – 3507 – 4060 – 3304 – 3789 – 4472 – 1012 – 0459 – 3779 – 4028 – 5301 – 0104 – 1027 – 3372 – 3347 – Auskünfte bei Ulrich Gögele Tel. 340 3802826